Darum geht es:
Die Strategie, mit „kleinen Aufgaben“ schwierigere „große Aufgaben“ in einem größeren Zahlenraum zu lösen, kennen die Kinder schon aus der ersten Klasse (Rückblick: Das Mathebuch 1 Seite 81 und Seite 82). Jetzt wird diese Strategie so erweitert, dass die kleinen Aufgaben im Zahlenraum bis 10 als Hilfe für Aufgaben bis 100 dienen können. Die grundlegende Struktur lautet wie folgt: xa + b = xc (große Aufgabe) und a + b = c (kleine Aufgabe). An dieser theoretischen Struktur ist die Verbindung der beiden Aufgaben gut ersichtlich – beide sind analog aufgebaut und unterschieden sich lediglich in der Zehnerzahl (x) der großen Aufgabe.
Lernvideo
Die auf Seite 72 und Seite 73 angebahnten Analogien der kleinen und großen Zahlen sowie die Rechnungen im Zahlenraum bis 10 werden jetzt als Vorwissen bezüglich der Analogieaufgaben genutzt. Die Kinder können auf ihr bereits erworbenes Vorwissen zurückgreifen, was ihnen ein leichteres Lernen ermöglichen kann. Gerade auch im Hinblick auf „lebenslanges Lernen“ ist diese Art von Lehren und Lernen von großer Bedeutung. Wenn ein Kind bereits Vorwissen zu einem Thema verankert hat, kann es daran viel leichter neuen Input anschließen und diesen festigen. Es sollte also immer darauf geachtet werden, dass Bezugsthemen geschaffen werden. So findet sich auch im Rahmen des digitalen Angebots ein Aufbau, der es den Kindern ermöglicht, stetig an bereits verinnerlichten Thematiken anzuknüpfen und diese auszubauen.
Die Kinder bauen also auf ihrem bereits erworbenen Wissen zu den kleinen und großen Zahlen auf und erweitern es um die Aufgabenbeziehung „Analogieaufgaben“. Hierbei sind auch die Rechnungen im Zahlenraum bis 10 von großer Bedeutung. Eine Visualisierung erfolgt mithilfe des Zwanzigerfeldes, da hier besonders deutlich wird, dass sich die große Aufgabe von der Kleinen nur durch den Zehnerstreifen unterscheidet.
Interaktive Übung
Ziel der Übung ist das Vergleichen von Ergebnissen zweier Additionsaufgaben. Die Kinder üben zum einen die Verwendung der Relationszeichen >, < und =, zum anderen trainieren sie, Plusaufgaben mit Zehnerübergang auszurechnen, bei denen der zweite Summand einstellig ist.
Weiterführende Aufgabenstellung
Das Prinzip des Blitzblicks ist den Kindern ebenfalls bereits aus der ersten Klasse bekannt (Rückblick: z.B. Das Mathebuch 1 Seite 20). Im Rahmen dieser weiterführenden Aufgabenstellung sollen die Kinder zusammen mit einem Partnerkind die Darstellung der großen Aufgaben mithilfe des Hunderterfelds verinnerlichen und durch den Blitzblick eine innere Vorstellung dazu aufbauen. Anhand dessen wird die passende kleine Aufgabe genannt und abschließend werden beide berechnet. Durch die Paararbeit besteht die Möglichkeit, dass sich die Kinder gegenseitig helfen und neue Zugänge ermöglichen, indem sie über Unklarheiten sprechen. Eine Selbstdifferenzierung ist in dem Sinn gegeben, dass die Kinder selbstständig die Aufgaben auswählen, die sie anschließend für ihr Partnerkind verdecken.